Die Jury: JUNGE ERWACHSENE
Die DrehMOMENTE JUNGE ERWACHSENE Jury stellt sich vor:
Teresia:
Teresia, 1990 in Bochum geboren, war schon immer ein Film- und Serienjunkie. Von der Herr der Ringe Trilogie über Star Trek bis Bridgerton kann man bei ihrer Auswahl von Film und Fernsehen tatsächlich schon fast von Sucht sprechen. Zum Glück war zudem schon früh eine ganz besondere Schwäche für Geschichtsdokumentationen dabei, die ihr ein Studium in Geschichte, Philosophie sowie Film und audiovisuelle Medien bescherte. Danach führte ihr Weg erst einmal dorthin, wo aus solchen Interessen echte Filme werden – in einer Produktionsfirma für Dokumentationen.
Mehrere Jahre arbeitete sie an verschiedenen Projekten, drehte eigene Filme und war als Producerin und Redakteurin unterwegs.
Irgendwann stellte sie sich jedoch die Frage, wie man in einer Welt voller zunehmend schlechter Nachrichten noch journalistisch arbeiten und dabei nicht verzweifeln kann. Ihre Antwort: mehr Humor. Heute arbeitet sie deshalb in der Recherche für eine Late-Night-Show. Wenn sie nicht gerade Gags, Geschichten oder absurde Realitäten für die Sendung sucht, arbeitet sie nebenbei aber noch immer an eigenen Projekten oder verbringt die Nächte mit alten und neuen Filmen.
Mohammed Saleh:
Mohammed Saleh (23) studiert Biomedizintechnik in Dortmund, macht Poetry Slam und steht gern auf der Bühne. In seinen Texten spricht er Themen an, die in unserer schnellen Welt oft untergehen, er setzt sich mit gesellschaftlichen Fragen auseinander und schafft es, persönliche Perspektiven mit aktuellen Diskursen zu verknüpfen und bringt diese mit einer klaren und persönlichen Sprache auf die Bühne. 2024 gewann er den Heinrich-Schmitz-Preis und stand 2025 im Jahresfinale des Wohnzimmer Slams.
Außerdem erreichte er im vergangenen
Jahr beim Drehmomente Wettbewerb mit seinem Film „Jungs dieser Stadt“ den dritten Platz. In diesem Poetry-Slam-Film griff er gemeinsam mit zwei weiteren Freunden das Thema Rassismus und das Gefühl, nicht angekommen zu sein, auf.
Sein Motto: Miteinander reden, statt übereinander.
Lucie:
Lucie ist dieses Jahr das erste Mal Teil unserer Jury und freut sich sehr, als Hamburgerin dabei sein zu dürfen. Filme zu gucken, drüber zu sprechen und die Hintergründe zu recherchieren, war schon immer eine Faszination von ihr. In der Grundschule hat sie selbst an einem Jugendkurzfilmwettbewerb teilgenommen und ihr erstes Praktikum verbrachte sie bei einer Fernsehzeitung. Auf Klassenfahrten drehte sie kurze Videos und übte sich danach im Schnitt.
Nach der Schule war klar: sie will die Hintergründe der Filmproduktion auch beruflich ergründen.
Sie studierte Medieninformatik, absolvierte eine Ausbildung als Mediengestalterin, lernte dort die Basics der Filmproduktion und des Videoschnitts und durfte bei Werbedrehs, Webformaten und Fernsehsendungen mitwirken.
Später verschlug es sie direkt ans Filmset- gestartet, in der Setaufnahmeleitung ging es später in die Ausstattung. Aktuell arbeitet sie bei verschiedensten Spielfilm- und Serienproduktionen in der Requisite.
Tim:
Tim Friederich beschäftigt sich seit seiner Jugend mit Film, Fotografie und visuellem Erzählen. Schon in der Schulzeit setzte er eigene Kurzfilmprojekte um, übernahm Verantwortung in Regie, Kamera und Postproduktion und entwickelte darüber hinaus ein besonderes Interesse für Stoffe, die gesellschaftliche Fragen mit Genreelementen, Satire oder philosophischen Motiven verbinden.
Zu seinen bisherigen Arbeiten zählen unter anderem die Kurzfilme „Forster – Der Preis der Wissenschaft“ (Premiere 2023) – ein regionales Biopic über Georg Forster und die 2. Weltumseglung James Cooks, sowie der experimentelle Kurzfilm Theatre Of Existence, der auf dem Jugendfilmfestival Hanau Premiere feierte und für weitere Festivals nominiert wurde. Seit 2022 ist Tim mit @the_friendly_media als selbständiger Foto- und Videograf tätig. Parallel sammelte er auch im Theaterbereich als Bühnenautor und Darsteller Erfahrung, entwickelte und führte eigene Stücke auf und war Co-Betreiber eines satirischen YouTube-Kanals, auf dem gemeinsam mit Freunden Sketche, Parodien und gesellschaftskritische Formate entstanden. Aktuell arbeitet er bei der Lichtschloss Filmproduktion und ist als Junior Producer in die Produktion des Eco-Thriller-Spielfilms „Save Our Souls“ involviert.
In seiner filmischen Arbeit interessiert ihn besonders der Genrefilm als Raum, um Fiktion mit Kritik und gesellschaftlicher Reflexion zu verknüpfen. Für ihn entfaltet Film seine Wirkung dann am stärksten, wenn eine klare Haltung mit starken Figuren, tragfähigen Konflikten und präziser Dramaturgie zusammenkommt. Deshalb schätzt er besonders Werke, die nicht nur etwas sagen wollen, sondern es auch mit erzählerischer Präzision, Eigenständigkeit und emotionaler Wirkung tun.
Marcel:
Marcel Reiter ist Director of Photography und visueller Erzähler. Nach frühem Interesse an Musik, Design, Fotografie und Film studierte er ab 2019 Kamera an der ifs internationale filmschule köln. Während des Studiums arbeitete er in unterschiedlichen Genres, darunter Dramedy, Surrealismus, Horror und Musikvideo. Daneben entwickelte sich ein starkes Interesse an experimentellen Erzählformen.
Von 2023 bis 2025 sammelte er Berufserfahrung in der Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Produktionsumfeldern; unter anderem im
Kontext von Projekten für Streamingdienste und TV.
Neben seiner Arbeit an fiktionalen Stoffen liegt sein Fokus auf Musikvideos, musikalischen Kurzformaten und experimentellen Ansätzen des filmischen Erzählens. Für ihn ist Kameraarbeit nicht nur eine technische Disziplin, sondern ein erzählerisches Werkzeug im Spannungsfeld von Bild, Rhythmus und Atmosphäre.
Vanessa:
Bereits im neunten Jahr ist Vanessa Linnemann jetzt schon als Juryleitung in der Kategorie „junge Erwachsene" bei DrehMOMENTE dabei. Schon während ihrer Schulzeit hat sich Vanessa viel mit Film und Fernsehen beschäftigt und sich dann, nach ihrem Studium der Medien und der Philosophie, in Form einer Vielzahl von Praktika und Praxiserfahrungen daran gemacht, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Beim Blick auf ihre eigenen, nicht immer so positiven Erfahrungen in der Branche, kam die Idee auf, gemeinsam mit ihrer Schwester eine Plattform zu schaffen, auf welcher sich
Medien-, insbesondere Filminteressierte finden, vernetzen und gemeinsame Projekte starten können. Damit war die Online-Plattform „jung & talentiert" @jungundtalentiert_ geboren.
Nach vielen Jahren als Fernseh- und Development-Redakteurin – u.a. für die Sendung mit der Maus und den KiKA – arbeitet Vanessa heute als selbstständige Medienwissenschaftlerin und Philosophin: Sie entwickelt KI-Literacy-Workshops für Schulen, Kultureinrichtungen und Unternehmen und begleitet Kinder, Jugendliche und Erwachsene dabei, Medien und KI kritisch zu verstehen – nicht zu fürchten.